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Bryologisch-lichenologische
Arbeitsgemeinschaft
für Mitteleuropa e.V. |
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| Allgemeines zur Mooskunde: Literatur, Moose bestimmen, Artenschutz, Praxistipps | ||
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| Home/Startseite Was auf den Fotos in diesem Dokument abgebildet ist, erfährt man bei Überfahren mit dem Cursor (Alternativtextfeld) | Inhaltsverzeichnis Den Einstieg finden Notwendige technische Hilfsmittel Allgemeine Darstellungen und Lehrbücher Praktikumsbücher Moose sammeln und herbarisieren Bestimmungsliteratur Bildbände, bebilderte Schlüssel, Verbreitungskarten, Checklisten Software / Computerprogramme zum Kartieren etc. Bilder von Moosen im Internet Geschützte Moose Rote Listen Bibliografien Bryologische Zeitschriften Bryologie im Internet Themen für Schülerarbeiten Makro- und Mikrofotografie von Moosen Bilderfassung und -bearbeitung Exkursionsmikroskope Mikroskopische Dünnschnitte von Flechten und Moosen | |
| Den Einstieg finden Moose
sind zunächst mal eines,
nämlich klein. Eine Aufsammlung aller Moose aus der näheren Umgebung
passt in einen oder wenige Schuhkartons, man muss also nicht "anbauen".
Die größten einheimischen Arten erreichen rund 30 cm
Höhe, die meisten sind aber nur wenige Zentimeter groß, die Ästchen der
kleinsten nicht mal einen Millimeter breit (z. B. Microlejeunea ulicina). Das Interesse an diesen kleinen Organismen kann ganz urplötzlich
erwachen, etwa dann, wenn man aus Neugier mal den aus der Ferne
betrachtet "schmutzig grünen Überzug" auf einem
Waschbeton-Mülltonnenschrank oder einem Baumstamm unter die Lupe genommen hat: Viele
verschiedene Pflänzchen von unterschiedlichster Gestalt,
von bandförmigen Strukturen bis hin zu kleinen Bäumchen mit runden
oder spitze Blättchen. Weltweit unterscheidet man rund 20000 verschieden Arten. Der Verbreitungsatlas der Moose Deutschlands (Meinunger & Schröder 2007)
enthält Verbreitungskarten für 1159 Moose (siehe hierzu auch das Portal Moosedeutschland.de). Von diesen sind nach
traditioneller Einteilung ein Viertel Leber- und Hornmoose, der
überwiegende Teil sind Laubmoose. Während das
deutsche Wort Moos alle drei Gruppen umfasst, meint das englische "moss"
nur ein Laub- oder Torfmoos, Lebermoose werden "liverworts" und
Hornmoose "hornworts" genannt. Will man diese Winzlinge mit ihrem Namen ansprechen, benötigt man ein Minimum technischer Hilfsmittel, aktuelle Bestimmungsliteratur und die erforderlichen Kenntnisse über den Aufbau und die Lebensweise von Moosen, um die im Bestimmungsschlüssel gestellten Fragen korrekt beantworten zu können. Lehr- und Praktikumsbücher sind hier eine gute Hilfe und auf lange Sicht wohl auch unverzichtbar. Doch
wer das Lernen am Monitor gewohnt ist, sollte anfangs nur in ein, zwei Bestimmungsbücher investieren
(z. B. Frey et al. 2006, Frahm & Frey 2003 oder Nebel & Philippi 2000-2006, sie unten) und ansonsten das Internet bemühen. So wurde auf dieser Homepage auf
eine allgemeine Darstellung der Moose verzichtet, denn das erledigt die
umfangreiche deutsche Wikipediaseite über Moose hervorragend (der Artikel wurde zu Recht in die Liste der lesenswerten Wikipediaartikel
aufgenommen). Sehr empfehlenswert ist das im Internet verfügbare
Online-Bryologie-Lehrbuch von Janice Glime, einer kürzlich emeritierten
Professorin an der Michigan Technological University: Glime,
Janice M. 2007: Bryophyte Ecology - Ebook sponsored by Michigan
Technological University and the International Association of
Bryologists. - http://www.bryoecol.mtu.edu.
Die einzelnen Bände und Kapitel, alle im praktischen Portable Document
Format (pdf), entstehen nach und nach und werden bei Bedarf
aktualisiert. Vom Generationszyklus über morphologische Adaptationen
der Moose oder ihre Verwendung in der Medizin und im Gartenbau
(japanische Gärten...) wird in diesem reichlich illustrierten Lehrbuch
wahrlich jedes Thema über und um Moose behandelt. Viele der Moosfotos in diesem Werk stammen übrigens vom Freiburger Moosfotografen und BLAM-Mitglied Michael Lüth. Auf dieser Homepage finden Sie unter "Links" zahlreiche Homepages mit Bildergalerien, die Ihnen bei der Bestimmungsarbeit hilfreich sein sollten. Es
ist nicht empfehlenswert und auch gar nicht nötig, alleine die Welt der
Moose zu betreten. Weder ein Buch oder eine noch so gut aufgemachte Homepage kann z. B.
eine Exkursion mit versierten Leuten ersetzen! Die BLAM veranstaltet
jedes Jahr eine so genannte "Hauptexkursion", auf der man viele Moosinteressierte kennen lernen kann.
Auch Volkshochschulen, regionale Vereine oder (in NRW) die biologischen Stationen
veranstalten Exkursionen oder auch Seminare über Moose, die manchmal im
Veranstaltungskalender der BLAM zu finden sind. Über das BLAM-web,
die Mailingliste der BLAM für Moos- und Flechten-Interessierte in
Mitteleuropa, kann man sich z. B. mit Leuten aus der Umgebung zu
gemeinsamen Exkursionen verabreden. Auch auf anderen Internetforen
erfährt man von bryologisch interessierten Menschen oder kann dort die
eigenen Ergebnisse präsentieren, z. B. Fotos von Moosen oder Details
von Moosen, wie derzeit im deutschsprachigen Diskussionsforum Mikroskopie.de . Insbesondere in grenznahen Regionen lohnt sich die Kontaktaufnahme zu Vereinen in den Nachbarländern, z. B. in den Niederlanden, der Schweiz oder Tschechien.
Ebenso empfehlenswert ist ein Blick auf das Veranstaltungsprogramm
einer in der Nähe
befindlichen Universität. Oft gibt es an
lokalen Naturkundemuseen bryologisch fachkundige Personen, die geradezu
warten, endlich auf Moose angesprochen zu werden. Am Wohnort
bestehen möglicherweise naturkundliche Vereinigungen, die sich mit
ähnlich
gelagerten Themen befassen und wo man andere Menschen für Moose
begeistern kann. | ||
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| Notwendige technische Hilfsmittel - was ist das Minimum? Wenn
man die Moosflora eines Gebietes und die von den jeweiligen Arten
besiedelten Substrate bereits gut kennt, wird man viele Arten auch ohne
Hilfsmittel sofort ansprechen können. Aber grundsätzlich gilt: Moose sind klein, und die zur korrekten Bestimmung wesentlichen Merkmale sind ohne technische Hilsmittel nicht zu erkennen. Wichtigstes Hilfsmittel ist eine 10fach vergrößernde Lupe. Ideal sind so genannte Einschlaglupen, weil hierbei die Linse bei Nichtgebrauch in einem Gehäuse geschützt ist. Es gibt Modelle in unterschiedlichster Ausführung und Preisklasse, und "teuer" heißt nicht zugleich "gut" in der Anwendung. Einfache, am häufigisten benutzte und vollauf ausreichende Modelle bestehen aus zwei plankonvexen Linsen, wobei die planen Flächen jeweils außen liegen. Preislage ab fünf Euro auf dem Flohmarkt. Einziger Nachteil ist, dass Feuchtigkeit zwischen diese Linsen gelangen kann und dann das System von innen beschlägt und somit trübe wird. Das ist zumeist dann der Fall, wenn man an besonders feuchten Stellen nach langer Regenwanderung die ganz besonders interessanten Arten erwartet... Besser und
deutlich teurer sind verkittete Triplett-Lupen. Diese bestehen aus drei miteinander verklebten Linsen,
Beschlagen von innen ist also unmöglich, und auch das nutzbare
Gesichtsfeld dieser Lupen ist, bei gleichem Linsendurchmesser, meist
größer. Spitzenreiter sind sogannte Kombilupen, die aus mehreren
Linsensystemen (zumeist Tripletts) bestehen, die miteinander kombiniert
werden können und Vergrößerungen von z. B. 10- bis 28fach erlauben
(Weinschenklupe). Ein Mitglied der BLAM, Erich Zimmermann, fertigt seit
einigen Jahren mit Tripletten versehene, robuste Leuchtlupen an (nebenstehende Abblidung), die zwar sehr
teuer sind, aber aufgrund der Beleuchtung mittels weißer LEDs ebenso
praktisch. Man kann zwar Moose (oder Flechten) in einem Borkenriss
am Stammfuß eines Waldbaumes auch mit einer unbeleuchteten Lupe erkennen,
wenn die zweite Hand eine Lampe hält, doch merkt man rasch, dass eine
dritte Hand zum Abstützen fehlt...Am Anfang nicht zwingend notwendig ist ein Stereomikroskop. Ebenso wie ein Fernglas besitzt dieses Auflichtmikroskop zwei getrennte optische Tuben und ermöglicht somit räumliches Sehen ("Feldstecher für die extreme Nähe") bei Vergrößerungen zwischen typischerweise 10- und 60fach. Muss man Querschnitte von z. B. Seten oder Moosblättchen anfertigen, dann erledigt man das am besten und leichtesten unter stereomikroskopischer Kontrolle. Schon aufgrund ihres doppelten optischen Aufbaus sind diese Geräte meist recht teuer. Einfache Stereomikroskope mit fester Vergrößerung kann man schon für 200,- Euro erwerben, für langlebige Laborausführungen mit stufenloser Vergrößerungswahl sind mindestens 1500,- Euro anzulegen, und je nach Marke und Ausstattung steigen die Preise ins Unermessliche. Im mittleren Preissegment ist ein Fototubus relativ teuer und verzichtbar, da in den meisten Fällen ein Makroobjektiv an einen Balgengerät deutlich bessere Bilder ermöglicht. Für hochpreisige Stereomikroskope im fünfstelligen Eurobereich dürfte das anders sein. Bevor man sich ein Stereomikroskop anschafft, sollte man z. B. im Forum mikroskopie.de stöbern und ggf. dort um Tipps anfragen. Auch das englischsprachige Micsape-Magazine ist eine Fundgrube für Tipps und Ideen rund um die Mikroskopie. Unverzichtbar ist ein Mikroskop. Dies muss kein high end Gerät sein. Praktisch jedes Kursmikrokop mit einäugigem Einblick, 40- bis 400facher Vergrößerung, Kondensor und Beleuchtung reicht schon aus.
Anstelle der elektrischen Beleuchtung (ideal: LED) reicht sogar ein
Spiegel, was im Gelände ganz praktisch sein kann (Baumstumpf als
"Mikroskoptisch"...). Aber ganz so spartanisch muss es nicht zugehen.
Ein Objektführer (Kreuztisch) erleichtert die Arbeit ungemein, ein
höhenverstellbarer und zentrierbarer Kondensor mit Irisblende ist heute
Standard, und beidäugiges Sehen durch einen Binokulartubus ist
zumindest sehr komfortabel. Sofern man nicht durch das Mikroskop
fotografieren möchte, kann man sich mit einfachen Objektiven begnügen,
die nahe der optischen Achse sehr scharf abbilden (Achromat, Clinical-Plan-Achromat). Phasenkontrast wird
man in der Bryologie so gut wie nie benötigen, und "normale"
Durchlicht-Objektive ohne Phasenring bilden kontrastreicher ab als die
ansonsten baugleichen, aber "beringten" Phaco-Objektive. Sehr hilfreich
und oft als "Interferenzkontrast des armen Mannes" bezeichnet ist die
so genannte schiefe oder zirkulär schiefe Beleuchtung,
die man mittels eines Stück Pappe oder einem zwischen Kondensor und
Lichtquelle gehaltenen Stift sehr einfach realisieren kann. Will
man ein größeres Gesichtsfeld (Sehzahl 23 etc.), dann muss man wegen
der insgsamt größer ausgeführten Optik deutlich tiefer in die Tasche
greifen. Heutige Markenmikroskope sind mit sogenannter Unendlich-Optik
ausgestattet (das Objektiv bildet im Unendlichen ab, eine Tubuslinse
erzeugt das Zwischenbild, dies erleichtert den Einsatz
zwischengeschalteter Optiken), was allein aber nicht heißt, dass sie
guten Endlich-Systemen (das Objektiv allein erzeugt das Zwischenbild,
Okular und Objektiv sind zur Bildfehlerkorrektur aufeinander
abgestimmt) in der Abbildungsgüte überlegen sein müssen. Auf die
Nennung von Markennamen wird hier absichtlich
verzichtet. Ähnlich wie im Fall der Stereomikroskope wird für
weitere
Informationen zu einzelnen Modellen der Besuch einschlägiger
Internetforen und Hersteller-Homepages empfohlen. Vor dem Kauf sollte
man mit dem Händler oder Außendienstmitarbeiter einen Termin
verabreden, um die in Frage kommenden Geräte mit für die zukünftige
Anwendung typischen Präparaten auszuprobieren. Für den Umgang mit dem
Mikroskop und
was man an Kleinteilen benötigt wird auf die "Mikrofibel" (Henkel 2003) und die von Zeiss herausgegebene Broschüre "Microscopy from the very beginning" (Kapitza 1997) verwiesen. Bevor man sich ein gebrauchtes Gerät zulegt oder eines selbst zerlegt oder reinigt, sollte man unbedingt fachkundigen Rat einholen. Was man im Gelände zusätzlich zur Lupe dabei haben sollte: einen Spachtel zum Abheben von Moosrasen vom Erdboden oder glatten Gesteinen; ein Messer mit möglichst kurzer Klinge, die sich sicher führen lässt, um Moose zu ernten oder Polster zu zerteilen; eine kleine Zerstäuberflasche mit Wasser, um trockene Moose zu "beregnen"; einen Sortierkasten aus Plastik, in dem man Moosproben unter Erhalt ihrer Struktur mitnehmen kann, um sie später daheim zu fotografieren; Butterbrottüten ("Jausensackerl") oder aus A4-Bögen gefaltete Herbarkapseln, oder billiger: Zeitungspapier als Verpackung für die Moosproben. Mehr zum Thema Moose sammeln finden Sie hier. | ||
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| Allgemeine Darstellungen und Lehrbücher Einzelbände
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Praktikumsbücher
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Moose sammeln und herbarisieren Wer
sich erstmals mit Moosen beschäftigen will, sollte mit gut bebilderten
Bestimmungswerken
beginnen, am besten gemeinsam mit einer
erfahrenen Person, die weiß, welche Arten nicht gesammelt werden
sollten oder dürfen, weil sie im Gebiet selten oder generell geschützt
sind. Eine Moossammlung kann später z. B. zur Dokumentation der Flora
eines bestimmten Gebietes verwendet und einer wissenschaftlichen
Einrichtung gestiftet werden. Moosexkursionen führt man in Mitteleuropa
am besten im Herbst,
den frostfreien Perioden des Winters und im Frühjahr durch, wenn die
Moose durch ausreichende Feuchtigkeit turgeszent sind. Zudem gibt es
eine Reihe von winterannuellen Moosen, die nur zu dieser Jahreszeit zu
finden sind. Auf den Exkursionen benötigt man eine Lupe 10x (ggf. auch
eine zusätzliche stärkere), mit der sich schon im Gelände viele Arten
nach Lupenmerkmalen (Blattform, Blattspitze, Brutkörper, Peristom etc.)
ansprechen lassen. Man sammelt Moose im Gelände am besten, in dem man
kleine halbhandtellergroße Rasen in Papierkapseln (ähnlich den auf der
Abbildung links skizzierten Herbarkapseln oder auch käufliche
Butterbrottüten) packt. Polstermoose werden mit einem Taschenmesser in
Scheiben geschnitten. Erdmoose kann man mit einem Messer oder Spachtel
von der Unterlage abheben, Gesteins- und Borkenmoose werden mit einem
Messer entfernt. Die Proben werden soweit nötig in den Papierkapseln
durch flaches Auslegen oder unter schwachem Druck zwischen
Zeitungspapier getrocknet. In jede Papierkapsel kommt nur eine Probe.
Alle Papierkapseln bekommen fortlaufende Nummern. Die Angaben zum
Fundort notiert man in ein Exkursionstagebuch.
Unter den Fundortangaben schreibt man die Nummern der gesammelten
Proben, jede in eine neue Zeile; nach der Bestimmung hinter jede Nummer
den Artnamen. Auf diese Weise hat man eine Übersicht aller gesammelten
Moose nach Sammelnummern und Fundorten. Über die Nummer ist jede Probe
eindeutig identifiziert und ihre Herkunft bestimmt. Für die Bestimmungsarbeit reicht ein einfaches Durchlichtmikroskop mit 40- und 400facher Vergrößerung, aufwendige Technik ist nicht erforderlich. Mit diesem Gerät lassen sich sogar unter Verwendung einfacher Kompakt-Digitalkameras gute Mikrofotos herstellen (Anleitung im Bryologischen Rundbrief #50, mehr zu diesem Thema weiter unten). | ||
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Bestimmungsliteratur (nach Autoren in alphabetischer Reihenfolge)
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| Bildbände, bebilderte Bestimmungsschlüssel, Verbreitungsatlanten, Checklisten Deutschland
Europa
Checklisten online (nicht vollständig, nur einige Beispiele, die man z. B. mit gängigen Suchmaschinen findet, siehe auch hier):
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Software / Computerprogramme zum Kartieren etc.![]() FLORKART Auf der Jahreshauptversammlung der BLAM 2005 im Saarland waren Kartierprogramme mit Kartenausgabe für Moose und Flechten vorgeführt worden. Die Moosversion (Florkart/M) wurde 12/2005 angekündigt und zum download angeboten. Es gibt auch eine Flechtenversion (Florkart/F). Sie ist ebenso wie die Moosversion aufgebaut, mit Pulldown-Liste der Arten Deutschlands und automatischer Angabe der Rote-Liste-Werte, Kartenausgabe nach Koordinaten oder Messtischblatt(quadranten) etc. Beide Versionen können nebst Handbüchern von www.bryologie.uni-bonn.de heruntergeladen werden: FLORKART/M: Download Handbuch (pdf-file) Download Programm (11 MB, zip-file) FLORKART/F Download Handbuch (pdf-File) Download Programm (11 MB, zip File) VEGEDAZ ist ein Programm für die Erfassung und Auswertung von Vegetationsdaten, das im Rahmen eines Forschungsprogramms der WSL entwickelt wurde. Downloadmöglichkeit und Information zum Programm finden Sie hier. | ||
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| Geschützte Moose Nach Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) sind in Deutschland wildlebende Populationen der folgenden Arten besonders geschützt, d.h. jegliche Entnahme aus der Natur ist verboten: Hylocomium spp. Hainmoose - alle heimischen Arten Leucobryum spp. Weißmoose - alle heimischen Arten Sphagnum spp. Torfmoose - alle heimischen Arten Es handelt sich dabei nicht um vom Aussterben bedrohte Arten; beabsichtigt ist vielmehr der Schutz vor kommerzieller Nutzung, z.B. durch Gärtnereien. Im Anhang I der Convention on the Conservation of European Wildlife and Natural Habitats (Berner Konvention) sind 26 Moosarten aufgeführt. Von diesen kommen (bzw. kamen) die folgenden auch in Deutschland vor: Notothylas orbicularis Mannia triandra Bruchia vogesiaca Buxbaumia viridis Dichelyma capillaceum Dicranum viride Distichophyllum carinatum Drepanocladus vernicosus Meesia longiseta Orthotrichum rogeri Pyramidula tetragona Tayloria rudolphiana | ||
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Rote Listen![]() Deuschland LUDWIG, G. et al. (1996): Rote Liste der Moose (Anthocerophyta et Bryophyta) Deutschlands. S. 189-306 in G. Ludwig & M. Schnittler, Rote Liste der gefährdeten Pflanzen Deutschlands. Schriftenreihe Vegetationskunde 28. Baden-Württemberg SAUER, M. & AHRENS, M., (2005): Rote Liste und Artenverzeichnis der Moose Baden-Württembergs. - Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz LUBW, Karlsruhe. 141 S. - als PDF-Datei elektronisch beziehen Bayern Meinunger, L., Nuß, I. (1996): Rote Liste gefährdeter Moose Bayerns. Bayer. Landesamt Naturschutz, Schriftenreihe Bd. 134. Berlin/Brandenburg KLAWITTER, J., RÄTZEL, S., SCHAEPE, A. (2002): Gesamtartenliste und Rote Liste der Moose des Landes Brandenburg. Naturschutz und Landschaftspflege in Brandenburg 11(4): 1-103. Download PDF BENKERT, D. et al. (1995): Liste der Moose von Brandenburg und Berlin mit Gefährdungsgraden. Verh. Bot. Ver. Berlin Brandenburg 128: 1-68. Mecklenburg-Vorpommern BERG, C., WIEHLE, W. 1991. Rote Liste der gefährdeten Moose Mecklenburg-Vorpommerns. Schwerin, 48 S. Niedersachsen/Bremen KOPERSKI, M. (1999): Florenliste und Rote Liste der Moose in Niedersachsen und Bremen. 2. Fass. Informationsdienst Naturschutz Niedersachsen 1/99. 76 S. Info im www Nordrhein-Westfalen SCHMIDT, C., HEINRICHS, J. (1999): Rote Liste der gefährdeten Moose (Anthocerophyta et Bryophyta) in Nordrhein-Westfalen. 3. Fassung. Schriftenreihe der Landesanstalt für Ökologie 17: 173-224, Recklinghausen. Download. [diese RL wird derzeit überarbeitet, Hinweise an Carsten Schmidt] Rheinland-Pfalz DÜLL, R., FISCHER, E., LAUER, H. (1983): Verschollene und gefährdete Moospflanzen in Rheinland-Pfalz. Beitr. Landespfl. Rheinl. Pfalz 9: 107-132. Saarland CASPARI, S., SCHNEIDER, C., SCHNEIDER, T.G., HANS, F., HESELER, U., LAUER, H.A., MUES, R., SAUER, E., WOLFF, P. (1997): Rote Liste der Moose des Saarlandes. In: SCHNEIDER, T. (Red.): Bestand und Gefährdung der Libellen, Tagfalter, Moose und Armleuchteralgen des Saarlandes. Natur und Landschaft im Saarland, Sonderband 7: 61–102. Sachsen-Anhalt Meinunger, L., & Schütze, P., (2004): Rote Liste der Moose des Landes Sachsen-Anhalt. - Berichte des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, 39 (2004). Download als PDF-Datei Sachsen MÜLLER, F. (1998): Rote Liste Moose. Materialien zu Naturschutz und Landschaftspflege. Neuauflage: Müller, F., 2008: Rote Liste Moose Sachsens. - Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie - PDF-Datei elektronisch beziehen Schleswig-Holstein Schulz, F., Dierßen, K., Lütt, S., Martin, C., Schröder, W., Siemsen, M., Wolfram, C., (2002): Die Moose Schleswig-Holsteins – Rote Liste. - Landesamt für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holstein. - 50 S. - Download WALSEMANN, E. (1982): Rote Liste der Moose Schleswig-Holsteins (2. Fassung). Schriftenreihe des Landesamtes für Naturschutz und Landschaftspflege S.-H. 5: 27-52. Thüringen MEINUNGER, L. (1993): Rote Liste der Bryophyta Thüringens. Naturschutzreport 5: 153-164. | ||
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Bibliographien
Allgemeine Bibliographien und regionale, beschränkt auf Europa.
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| Bryologische Zeitschriften Rein bryologische Zeitschriften
Bryologisch-Lichenologische Zeitschriften
Kryptogamenzeitschriften
Newsletters
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| Bryologie im Internet International: Bryonet-l (majordomo@mtu.edu, subscribe bryonet-l). Deutschsprachiges Mitteleuropa: BLAMWEB, eine Anleitung finden Sie hier. Datenbanken
New York Botanical Garden: www.nybg.org (Herbardatenbank, Index Herbariorum). Bryologische Forschung
in Deutschland
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| Themen für Schülerarbeiten So genannte Schüler-Jahresarbeiten werden an vielen Schulen angefertigt,
ihr inhaltlicher Anspruch, die Bearbeitungszeit und der angesprochene
Jahrgang sind sehr unterschiedlich. Manchmal kann durch eine solche
Projektarbeit eine Klausur ersetzt werden. Moose eignen sich
hervorragend als Bearbeitungsgegenstand, und je nach Jahrgangsstufe
kann man leicht Themen mit unterschiedlich hohem Anspruch vergeben.
Dies kann von der einfachen Beschreibung einer bestimmten Moosart
(Zeichnungen, Fotos, Literaturauswertung...) bis zur Kartierung eines räumlich
genau umgrenzten Areals mit (stadt-/immissions-)ökologischer Auswertung
reichen, bei der Moose auf bestimmten Substraten (z. B. Epiphyten)
oder gar alle Moose zu berücksichtigen sind (Moose auf einer
Mauer, Moose im Schulgarten, Moose in Pflasterritzen; Wie verbreiten
sich die gefundenen Arten?; Wie unterscheidet sich die Moosflora
[bestimmtes Substrat] im Zentrum einer Großstadt von jener in den
Vororten?). Die Lehrerin bzw. der Lehrer wird entweder selbst über die
notwendige Artenkenntnis verfügen oder die Schülerin bzw. den Schüler
gemeinsam mit einer entsprechend sachkundigen Person betreuen.
Mitglieder lokaler botanischer Vereine oder der BLAM sind hierbei
sicherlich behilflich (so auch der Autor). Die erforderliche
Ausstattung, also 10x-Lupe, Mikroskop, Stereomikroskop und ggf.
Bestimmungsliteratur sind in jeder Schule vorhanden und sollten zur
selbständigen Bearbeitung des Themas zu jeder beliebigen, selbst
gewählten Zeit verliehen werden, soweit die Schülerin/Schüler nicht
selbst bereits über entsprechendes Gerät verfügt (Beispiel für eine Schülerarbeit mit Moosen). | ||
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Makro- und Mikrofotografie von Moosen Makro-
und Mikrofotografie von Moosen ist durch den Siegeszug der
Digitaltechnik nicht nur billiger sondern auch erheblich einfacher
geworden. Musste man früher erst den Film entwickeln, um das Ergebnis
begutachten zu können, sieht man heute schon vor dem Auslösen der
Kamera, wie das spätere Produkt (wahrscheinlich) aussehen wird. So etwa
um 2000 konnte man die ersten Exkursionsteilnehmer dabei beobachten,
wie sie mit kleinen Digitalkameras Nahaufnahmen von Moosen anfertigten,
um sie wenig später den Umstehenden auf den kleinen Bildschirmen
der Kameras sofort vorzuführen. Besonders beliebt waren zu dieser Zeit
die Coolpix-Modelle 950, 990 und deren ähnliche Nachfolger aus dem
Hause Nikon, wie die hier abgebildete Coolpix 4500, die mit Hilfe einer
LED-Ringleuchte hochaufgelöste Nahaufnahmen selbst unter schwierigen
Geleändebedingungen erlaubte (das oben gezeigte Bild von Marchantia alpestris wurde mit dieser Kamera aufgenommen). Tatsächlich war die
optische Leistungsfähigkeit dieser Geräte so gut, dass mit aktuellen
Kameras dieser Preisklasse nicht selbstverständlich bessere Ergebnisse
erzielt werden. Die Auslöseverzögerung heutiger (2009)
Kompaktdigitalkameras ist viel kürzer, ebenso die Bildfolge und die Abspeicherzeit. Im Folgenden wird kein bestimmtes Kameramodell empfohlen, sondern stattdessen die erforderlichen Eigenschaften genannt. Der Beitrag "Makro- und Mikrofotografie von Moosen und Flechten mit einer kommerziellen Digitalkamera" (Bryologische Rundbriefe 50, 3-6, der
vom Server der Frankfurter Universitätsbibliothek heruntergeladen
werden kann, gibt Tipps zur Auswahl der "richtigen" Digitalkamera
für die Moosfotografie, zum Gelände- und Laboreinsatz bis hin zum Ausdruck
der Bilder. Auch wenn der Artikel den Stand von 2001 wiedergibt,
hat sich an der praktischen Handhabung einer digitalen
Kompaktkamera im Gelände grundsätzlich nichts geändert. Nach wie vor
sollte man auf Automatik-Funktionen der Kamera weitgehend
verzichten, insbesondere automatisches Schärfen oder Steigern des
Kontrastes, oder gar automatischen Weißabgleich. Die Bildsensoren
heutiger digitaler Komapaktkameras besitzen meist viel mehr
Bildpunkte ("Pixel"), als angesichts des tatsächlichen
Auflösungsvermögens ihres Objektivs geboten ist. Wichtiger als eine
Pixelzahl über sechs Millionen ist aber die Möglichkeit zum verlustfreien
Abspeichern der Bilder (*.raw, *.tif oder ähnlich),
Reproduzierbarkeit bzw. volle Kontrolle aller Kameraeinstellungen
(Blende, Brennweite, Belichtungszeit, ISO-Empfindlichkeit,
Weißabgleich), Gewinde oder Bajonett für Objektivfilter,
Vorsatzlinsen oder Mikroskopadapter, Möglichkeit zur Fernsteuerung vom
Computer aus - leider kann in diesem Fall bein einigen ansonsten
hervorragenden Kameras nicht im RAW-Format abgespeichert werden. Ein
USB-Anschluss ist heute Standard, und für fast alle
Speichermedien gibt es preiswerte Adaptoren. Makroringleuchten
kann man mit weißen LEDs und entsprechend dimensioniertem Vorwiderstand
selbst selbst zusammen bauen.
Als Stromquelle werden heute anstelle von Standard-Mignon-Zellen oder
-Akkus fast ausschließlich Lithiumionenbatterien verwendet, die meist
auch nur in das entsprechende Kameramodell passen. Für den Dauereinsatz
z. B. auf dem Mikroskop sollte die Kamera aus einer externen,
geregelten Konstantspannungsquelle versorgt werden können. Hierzu kann
auch ein Schaltnetzgeräte aus dem Elektronikhandel verwendet werden,
entweder über eine entsprechende Standard-Anschlussbuchse, oder man
bastelt einen Akku-Dummy mit Kabel. Solche Modifikationen im
Niedervoltbereich (fast immer unter 10 Volt Gleichspannung) sind für
den Bastler zwar wenig gefährlich, um so gefährlicher aber für die
Kamera, die unter Verlust der Garantie rasch total zerstört werden
kann. Im Zweifelsfall also lieber nichts dergleichen unternehmen! Viele Links zum Thema
Kamerareparatur und Kameramodifikation findet man auf "Markus Keinaths Photohomepage".
Das Objektiv von fast allen Kompaktkameras fährt beim Einschalten aus
dem Gehäude heraus und bewegt sich auch beim Zoomen und Fokussieren.
Kameras mit Innenfokussierung und Innenzoom sind daher im Gelände von
Vorteil, aber auch am Mikroskop, sofern man mit aufgelegter (!) Kamera
durchs Okular fotografieren möchte, wie im oben zitierten Artikel beschrieben. Je nach Fertigungsmethode der Objektivlinsen von Kompaktdigitalkameras kann man auf Mikrofotos bei hoher Vergrößerung (ab 400x) so genannte "Ringartefakte" beobachten, die wie Beugungsringe aussehen. Alle o.g. Coolpixmodelle machen das mehr oder weniger stark. Wer die Gründe hierfür erfahren möchte, sollte die Arbeit von Klaus Henkel lesen http://www.mikroskopie-muenchen.de/coolpix-artefact-report.pdf. Kameras von Canon (viele Powershot-Modelle) sind als Mikroskopkameras beliebt, weil sie den nur bei hohen Vergrößerungen störenden Nachteil nicht aufweisen und zudem anhand der mitgelieferten Software vom PC aus angesteuert werden können. Man lese auch den Beitrag von Guy Marson im Forum Mikroskopie.de zum Thema Ringartefakte. Ernst zu nehmen ist auch sein Hinweis auf Staubpartikel auf dem Infrarot-Sperrfilter in manchen Kameras, die erst bei hohen Vergrößerungen (entsprechend extrem eng zugezogener Blende) erkennbar werden. Man sollte daher vor dem Kauf einer Kompaktkamera für die Mikrofotografie spezielle Rückgabemöglichkeiten mit dem Händler vereinbaren, denn für den "normalen" Gebrauch stören kleine Partikel auf dem Imager oder nahe davor gar nicht und sind somit schwer als Mangel geltend zu machen. Für Informationen über die Tauglichkeit aktueller Kameramodelle wird ein Besuch des Mikrofotoforums auf mikroskopie.de empfohlen. Interessante Aufsätze, praktische Tipps und Eigenbauanregungen rund um kompakte "Digicams" und Makro/Mikrofotografie - auch von Moosen - finden Sie im Micscape Magazine, z. B.: Derek Christie: Tortula muralis - My first moss Paul James: Forays into "Consumercam" Photomicroscopy Vishnu Reddy: Macrophotography with a Nikon Coolpix 990/995: Using 35 mm Camera Macro-equipment and Lighting Techniques David Young: Image gallery: Extending the macro capabilities of an Olympus C-2040 digicam. Digitale Spiegelreflexkameras (DSLR) sind in den vergangenen Jahren immer preiswerter geworden, fast jeder der großen Hersteller hat entsprechende
Gehäuse herausgebracht. Für welches Modell man sich entscheidet,
hängt hauptsächlich von der Möglichkeit ab, bereits
vorhandene Komponenten daran weiter benutzen zu können. Auch hier gilt:
Alle Funktionen von Belichtungszeit über Empfindlichkeit bis
Weissabgleich, verlustfreier Bildspeicherung und Spiegelvorauslösung
müssen manuell kontrollierbar sein. Die vollwertige Steuerung der
Kamera mittels PC ist sehr komfortabel und bei einigen Herstellerung im
Lieferumfang des Kameragehäuses ebenso enthalten wie
Bildbearbeitungssoftware, die auch das kameraspezifische RAW-Format
nutzbar macht. Auf dem nebenstehenden Foto ist eine Canon-DSLR über
einen Adapterring (Novoflex) mit einem Balgengerät von Nikon (PB6)
verbunden, an dem nicht nur Optiken von Nikon, sondern auch anderer
Hersteller (Olympus-Lupenobjektive...) verwendet werden können. Das
Balgengerät ist an einem Stativ aus Vierkant-Aluminiumrohr befestigt in
der Weise, dass die optische Achse mitten durch den darunter
angebrachten Mikroskoptisch eines alten Leitzmikroskopes verläuft.
Das
Einstellen des Abbildungsmaßstabes
und Grobfokussieren erfolgt mit dem Balgengerät, die Feinfokussierung
mit einem
alten Leitzmikroskoptisch. Die optimale Auflösung (im Fall des
2,8/55-Micro-Nikkor: Blende 4 bis 5,6) und die Schärfentiefe
(wächst mit abnehmender Blendenöffnung, wobei aber die Bildauflösung ab
ca. Blende 11 erkennbar nachlässt) lassen sich hervorragend
kontrollieren, und
das Bildfeld ist ebener als mit den meisten Stereomikroskopen aus dem
mittleren Preissegment. Mit entsprechenden Adapterringen lassen
sich die Objektive in Retrostellung
verwenden, das führt insbesondere im Fall "normaler" Objektive zu
deutlich
besserer Bildqualität. Die auf dem abgebildeten Makrostativ montierte
DSLR hatte sechs Millionen Bildpunkte (Canon 10D), die
Nachfolgermodelle acht und spätere noch mehr. Meist ist die
Auflösung des Objektivs aber die limitierende Größe (kleinstes noch
darstellbares Detail auf 2 bis 3 Bildpunkten abzubilden reicht völlig aus),
und insbesondere im Fall von Stapelbildverarbeitung bedeutet geringere und dabei dennoch ausreichende Dateigröße erheblich kürzere Bildberechnungszeiten! Für die Makrofotografie im Gelände wünscht man sich leichtes Equipment, eine DSLR mit Lupenobjektiv und Ringblitz und eventuell Stativ mit Einstellschlitten zur Aufnahme von Fokusserien für die Stapelverarbeitung bedeutet aber viel Schlepperei. Wer Gewicht sparen will, sollte die Homepage von Sebastian Hess besuchen, der mit einem von ihm entwickelten Vorsatz für DSLR oder kompakte Digitalkameras, genannt "Magniflash", den Kamera-eigenen Blitz verwendet. Die damit erzielten Ergebnisse sprechen für sich. DSLR am Mikroskop? Ab Vergrößerungen von ca. 100x, spätestens jedoch bei 400x stellt man fest, dass die DSLR als Mikroskopkamera einen (buchstäbllich) schwerwiegenden Nachteil hat. Den Klappspiegel kann man zwar vorauslösen und somit als Schwingungsquelle beherrschen, aber der Schlag des Schlitzverschluss-Vorhanges ist so stark, dass wenige Modelle kaum und viele gar nicht als Mikroskopkamera taugen, es sei denn, man rüstet das Mikroskop mit einer Blitzeinrichtung aus. Siehe hierzu z. B. die Ausführungen von Rainer Schubert. Ohne Blitz kann man sich bei unbewegten Objekten mit langen Belichtungszeiten im Bereich 100ms behelfen, die also deutlich länger sind als die Ausschwingungszeit des Gesamtsystems. Eine Kompaktdigitalkamera bedeutet zwar "mehr Glas im Strahlengang", aber aufgrund ihres leichten und wenig Schwingungen erzeugenden Verschlusses (sternförmig angebrachte und bewegte Lamellen, deren Trägheiten sich weitgehend neutralisieren) ermöglicht sie oft die besseren Ergebnisse. Anstatt mehrerer, unbefriedigender Versuche, kommerzielle "Consumer-Kameras" an sein Mikroskop zu adaptieren, sollte man den Kauf einer "echten" Mikroskopkamera ohne mechanischen Verschluss in Erwägung ziehen - die Gesamtkosten sind geringer, die mitgelieferte Steuersoftware extra für die Mikrofotografie programmiert worden und oft schon mit sinnvollen Bildbearbeitungsmodulen ausgestattet (Flatfield-Berechnung, Farbkanaltrennung, Bildaddition, Stapelbildverfahren, Dunkelstromabzug ...), deren Aufgaben man andernfalls nur durch sequentielle Anwendung verschiedener Computerprogramme erledigen kann. Eine Mikroskopkamera mit einem Drei-Megapixel-Sensor ist für die Mikrofotografie ausreichend, mehr Bildpunkte sind aufgrund der Numerischen Apertur der Ojektive gar nicht erforderlich. | ||
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Bilderfassung und -bearbeitung ![]() Steigerung der Schärfentiefe Ein Kameraobjektiv bildet, je nach Einstellung, Objekte nur innerhalb eines bestimmten Entfernungsbereiches scharf ab, den man auch Schärfentiefe nennt. Je offener die Blende, desto geringer die Schärfentiefe, was man auch zur Hervorhebung der wichtigsten Gegenstände in einem Bild nutzen kann. Bei der Makrofotografie von Moosen wünscht man sich aber meist eine große Schärfentiefe, was sich durch Schließen der Kamerablende zwar leicht erreichen lässt, allerdings beugungsbedingt stark zu Lasten der Bildauflösung innerhalb der Schärfentiefe. Die meisten Makroobjektive zeichnen bei ca. Blende 4 bis 5,6 am schärfsten, d.h. ihre xy-Auflösung ist hier optimal, Farbfehler und Randabschattung gering, die Schärfentiefe allerdings auch. Ab etwa (nomineller) Blende 11 wird der Verlust an xy-Auflösung erkennbar, und häufig ist die dann erreichte Schärfentiefe ("z") noch unbefriedigend. Erst die digitale Fotografie hat es möglich gemacht, eine Fokusserie aus vielen Bildern zu einem einzigen, xy-scharfen Bild mit hoher Schärfentiefe zu kombinieren. Das nebenstehende Makrofoto der Thallusunterseite von Metzgeria conjugata wurde aus einer Fokusserie von 40 Einzelaufnahmen zu je sechs Millionen Bildpunkten errechnet und weist von oben bis unten durchgehend die Schärfe eines mit (nomineller) Blende 4 angefertigten Fotos auf (Micro-Nikkor 2,8/55, Nikon-Balgengerät PB6, Canon 10D, 8bit-JPG bei niedrigster Kompression, voller Sensor-Auflöung und ISO 100). Je stärker vergrößert das Objekt dargestellt werden soll, desto geringer sind die Abstände der Einzelaufnahmen zueinander. Bei einem Bild wie rechts gezeigt beträgt der Abstand 0,1 mm, und mit einem 20 mm-Lupenobjektiv und <2 mm Objektgröße auf der langen Bildkante (>11fache Vergrößerung) sind 0,025 mm Abstand von Bild zu Bild erforderlich (empirisch ermittelt). Mit handelsüblichen Einstellschlitten schafft man derart kleine Intervalle nicht, wohl aber mit einem Mikroskoptischtrieb, wie oben gezeigt. Für die Bearbeitung der Bilderstapel gibt es verschiedene Programme, von denen mehrere frei über das Internet verfügbar sind, das bekannteste ist CombineZ von Alan Hadley. Die neueste Version heißt CombineZP und läuft stabil unter Windows XP und Vista. Das Programm verfügt über
Hilfedateien und erklärt sich weitgehend selbst. Hilfreiche Tipps
findet man auf mikroskopie.de (einfach den Suchbergiff "combinez" eingeben), im Micscape Magazine (z. B. die Arbeit von K. Lindquist) sowie in einer Newsgroup zum Programm. Auch Fokusserien von Mikrofotos (siehe das oben gezeigte Beispiel) lassen sich mit CombineZP zu sehr scharfen Bildern kombinieren. Auch hier müssen die Abstände der Bilder zueinander mit steigender Vergrößerung immer kleiner gewählt werden (Größenordnung Mikrometer bei 400x), wobei die Skala der Feinfokussierung sehr hilfreich ist. Weitere Artikel zum Thema z. B. von John Hart (2003), Jörg Piper (2007) oder Janssens et al. (2008). Für automatisierte Stapelbildaufnahmen siehe Frahm, J.-P. & Stapper, N.J., 2010: Automatisch viel Schärfentiefe - Automatisierte Stapelaufnahmen in der Makrofotografie. - NaturFoto 2/2010, 72-74. oder Frahm, J.-P. & Stapper, N.J., 2010: Eine automatische Stack-Einrichtung für Mikroskope. - Mikrokosmos 99 (3), 177 - 180. Dynamic Range Increase (DRI) Dieses bislang in der Mikrofotografie selten verwendete Verfahren dient der Erzeugung eines Bildes mit sehr hohem Kontrastumfang (High Dynamic Range Image, HDRI) aus einer Serie unterschiedlich lang belichteter Einzelaufnahmen mit geringem Kontrastumfang - also den "üblichen" 8bit-Bildern kommerzieller Digitalkameras. Neben kommerziellen Programmen gibt es auch freie Programme, mit denen man dies bewerkstelligen kann. Als ein Beispiel genannt sei QTPFSGUI, die aktuelle, deutschsprachige Version ist 1.9.2 (Februar 2009). Die Steuerprogramme einiger professioneller Mikroskopkameras verfügen über dieses Verfahren. Aufhellung einer Bildfeldverdunklung zu den Ecken hin - "Flatfielding" Häufig erkennt man auf Fotos zu den Bildecken hin eine Abnahme der Helligkeit, überhaupt wird ein gleichmäßig weißes, planes Objekt praktisch nie über das ganze Bild hin gleichmäßig hell dargestellt. Grund dafür ist u.a. eine ungleichmäßige Ausleuchtung des Objektes, Verunreinigungen oder Einengungen im Strahlengang oder auch kleine Abweichungen von der optischen Achse. Ein Abbe-Kondensor leuchtet das Bildfeld sogar für jede Spektralfarbe unterschiedlich aus: Man fertige ein Mikrofoto ohne Objekt an und streiche in einem Bildbearbeitungsprogramm mit dem Cursor darüber, um zu erkennen, wie sich die Werte der einzelnen Farbkanäle unterschiedlich verändern! Aus diesem Grund sollte man die Leuchtfeldblende besser etwas weiter öffnen, als für korrekte Köhlersche Beleuchtung erforderlich. Beheben kann man diesen Bildfehler, indem man das Mikrofoto mit ungleichmäßiger Beleuchtung duch ein sogenanntes Flatfielbild dividiert, das bei exakt dergleichen Einstellung aufgenommen wurde, also Objektträger, Decklas Medium im Strahlengang, aber kein Objekt oder eine Verunreinigung. Da dieses Verfahren bei der Fotografie astronomischer Objekte unabdingbar ist, enthalten alle dort verwendeten Computerprogramme (z.B. das frei verfügbare, sehr leistungsfähige und mit Hilfen versehene Programm IRIS von Christian Buil) diesen Rechenschritt, man muss, je nach Programm, allenfalls das Bild in ein anderes Format überführen. Auch auf Makrofotos lassen sich Bildfehler infolge inhomogener Ausleuchtung auf diese Weise beheben. "Verrauschte" Langzeitaufnahmen: Abzug des Dunkelstroms Für kurz belichtete Aufnahmen ist dieser Absatz ohne Belang. Lang belichtete Digitalfotos jedoch zeigen insbeondere in dunklen Bildpartien helle ("heiße") Pixel, deren Ursache die spontane Freisetzung von Ladungsträgern ist, und die man durch Kühlen der Kamera reduzieren, aber nicht völlig unterbinden kann (Peltierkühlung professioneller Mikroskopkameras für Dunkelfeld-, Fluoreszenz- oder Biolumineszenzanwendungen). Da dieser "Dunkelstrom" für jeden Sensor individuell und weitgehend gleichbleibend ist, kann man den daraus resultierenden Bildfehler leicht beheben. Man muss bei gleicher Temperatur lediglich ein ebenso lang belichtetes Bild aufnehmen, und dieses vom "verrauschten" Bild subtrahieren. Auch dieses Verfahren ist in der Astrofotografie ein unverzichtbarer, erster Bearbeitungsschritt der Rohbilder, der in den Menüs aller Programme enthalten ist (siehe auch hierzu IRIS von Christian Buil). Viele aktuelle DSLR können dies selbst erledigen, d.h., sie fertigen nach dem Foto selbständig ein ebenso belichtetes "Dunkelbild" an, mit dem sie das Dunkelstrom-behaftete "Rohfoto" korrigieren. | ||
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Exkursionsmikroskope![]() Sicherlich
kann man mit einer guten Lupe viele Moose bereits im Gelände
ansprechen. Spätestens bei ausgesprochenen Winzlingen, wie z. B.
Lebermoosen aus der Gattung Microlejeunea
(siehe Bild rechts) und ähnlichen benötigt man ein Mikroskop. Ist man
längere Zeit unterwegs und findet Arten, die man bis dahin noch nie
gesehen hat, dann hilft ein Mikroskop die abends aufkommende
Neugier zu befriedigen: Ist die Lamina mehrschichtig?
Wie sehen die Papillen aus, wie die Zähnchen am Blattrand, wie die
Oberfläche der Hornmoossporen? Für Flechten: Wie viele Sporen sind im
Ascus, sind sie ein- oder mehrzellig? Ein einfaches Kursmikroskop
reicht für diesen Zweck zwar völlig aus, ist allerdings auch
recht schwer, was bei Flugreisen und insbesondere beim Transport im
Rucksack über weite Strecken bis zum eigentlichen Untersuchungsgebiet
sehr hinderlich ist. Während das einfache Kursmikroskop billig ist,
kosten so genannte Exkursionsmikroskope mindestens ebenso viel wie eine
gute Spiegelrfelexkamera und sind dabei noch kleiner und leichter.
Ein legendäres Exkursionsmikroskop ist das "Nikon model H field microscope" (siehe auch diesen Beitrag),
für das Liebhaber heute extrem hohe Preise bezahlen.
Grundprinzip: Gefalteter Strahlengang und daher sehr kompakte
Bauweise. Diesem Gerät ähnlich ist das SWIFT FM31 Field Microsope, das
auch heute noch produziert wird (siehe Abbiildung links). Zahlreiche Bilder dieses Gerätes finden Sie auf der Homepage von Dominique Voisin, der dieses kleine Mikroskop auf seinen Algenexkursionen verwendet. Einen Moosexkursionsbericht mit Einsatz des links abgebildeten Exemplars finden Sie im hier, und auch der Artikel von Wayne Lanier zeigt,
wie vielseitig so ein Gerät verwendet werden kann. Es ist also nicht
nur ein Kuriosum, das vielleicht abendlichen Gesprächstoff garantiert,
sondern ein vollwertiges, leistungsfähiges Mikroskop! Als Ergänzung zu
den beiden Artikeln sei angemerkt, dass man sich unbedingt um einen
stabile Unterlage bemühen sollte, da das schmale Mikroskop leicht
umkippt. Es verfügt auf der Unterseit über ein
Standard-Fotostativgewinde, mit dem man es z. B. auf ein Sperrholzbrett
montieren kann. Der Original-Objektführer ist angeblich nicht mehr
erhältlich, aber praktisch unverzichtbar. Mit etwas Geschick kann man
einen Objektführer eines anderen Herstellers adaptieren. Mit dem Suchbegriff "field microscope" findet man im Internet zahlreiche, weitere Geräte, über deren praktische Eignung der Autor keine eigenen Erfahrungen hat. Wenn also hier nur über das FM31 berichtet wird, darf das nicht als eine Abwertung anderer Exkursionsmikroskope interpretiert werden! | ||
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| Dünnschnitte von Flechten und Moosen (Text: Ralf Wagner) Von Moos- und Flechtenmaterial kann man mit etwas Übung ausreichend dünne Handschnitte anfertigen und muss somit kein teures Mikrotom anschaffen. Benötigt wird lediglich eine (halbierte) Rasierklinge, ein Stereomikroskop und als Einbettmedium PEG 1500 (Polyethylenglykol). Man beginnt mit dem getrockneten Material. Vor dem Schneiden legt man das trockene Material für 24 h in eine 20 % wässrige Lösung von PEG 1500. Dann legt man das nasse, mit PEG-Lösung durchtränkte Blatt oder einen Teil davon auf einen Objektträger und lässt das Wasser verdunsten (ca. 24 h). Anschließend ist das Objekt mit PEG imprägniert (eingebettet) und gleichzeitig auf dem Objekträger leicht festgeklebt. Dann beginnt das Schneiden unter dem Stereomikroskop. Den linken Zeigefinger legt man dazu auf das Objekt und schneidet dann mit der Rasierklinge entlang der Fingerkuppe einmal großzügig einen Streifen ab. Dann hat man eine gerade Schnittkante und von dort aus beginnt man. Wenn man jetzt den linken Zeigefinger ein wenig zurücknimmt oder die Rasierklinge etwas fester an die Fingerkuppe drückt, erhält man einen ersten Schnitt. Etwas Übung braucht man schon und mit der Zeit entwickelt sich ein motorisches Feingefühl, das zu hinreichend dünnen Schnitten führt. Die Schnitte legt man in 10 % ige PEG Lösung, damit sich das PEG nicht zu rasch wieder auflöst und dabei den Schnitt beschädigt. Querschnitte von Flechten kann man ohne weitere Färbung in Euparal einschließen und dann untersuchen. Bei Moosen, insbesondere bei Torfmoosen, wird man vor der mikroskopischen Untersuchung einfärben wollen und dann untersucht man das Material direkt in Wasser. Literatur zur Einbettung in PEG findet sich hier: Halle W (1959): Die Verwendung von wasserlöslichen Polywachsen als Einbettungsmittel in der histochemischen und histologischen Technik. Mikrokosmos Band 48, Seite 275 Türler S (1972): Ein ideales Einbettungsmittel? Erfolge und Schwierigkeiten mit Polyäthylenglykol. Mikrokosmos Band 61, Seite 91 Theiler R (1973): Polyäthylenglykol als Hilfsmittel beim Gefrierschneiden. Mikrokosmos Band 62, Seite 59 Krauter D (1979): Das Kosmos-Mikrotom. 3. Wahl der Objekte. Durchtränkung mit Paraffin oder Polyäthylenglykol. Mikrokosmos Band 68, Seite 144 Jentzen A (1988): Erfahrungen mit Histowachs. Mikrokosmos Band 77, Seite 57 Pareto A (1989): Rasches Einbettungsverfahren für krautige Pflanzenteile in Polyäthylenglykol. Mikrokosmos Band 78, Seite 255 Pareto A (1989): Polyethylenglykol als besonders gut geeignetes Einbettungsmedium für trockene Samenschalen von Leguminosen. Mikrokosmos Band 78, Seit 337 Gruber M (1989): Einbettung von Pflanzenteilen in Polyethylenglykol. Herstellung von perfekten Dünnschnitten mit dem Handmikrotom. Mikrokosmos Band 78, Seite 124 Cross Sections of Lichens and Mosses With a little practice it is possible to obtain cross sections of satisfactory thickness by manual cutting. There is no need to buy an expensive microtom. Only a razor blade (cut in half), a stereomicroscope and PEG 1500 (polyethylenglycol) as embedding medium is needed. Begin with the dry material. Prior to cutting the dry material is placed into a 20 % aqueous solution of PEG 1500 for 24 h. Then the wet, with PEG-solution saturated, leaf or a part from it is laid on a slide. Allow to dry for 24 h. After that the material is impregnated with PEG and at the same time it is pasted a bit onto the slide. Now we can start the cutting under the stereomicroscope. The left forefinger is laid on the material and once a relative broad piece is cut off along the fingertip. In this way a straight cutting edge is obtained and from this you begin. The left forefinger is now withdrawn a little bit or you just push the razor blade a bit tighter to your fingertip. Then cut off the thin section by moving the razor blade along your fingertip. A little practice is still needed and with the time you will develop a certain sensitiveness. The sections are transferred into a 10 % solution of PEG 1500. This is to avoid a too quick dissolving of the PEG that could damage the section. Cross sections of lichens can be enclosed in Euparal without any staining. When dealing with mosses you might want stain the section and in this case the section investigated directly in water. | ||
(c) BLAM e.V. (2000-2010)![]() | Stand: Mai 2010. Aktualisierter und stark erweiterter Text basierend auf der ersten Version dieses Dokumentes von 2005, Autoren (soweit nicht anders angegeben): JP Frahm & NJ Stapper. Bearbeitung: NJ Stapper | Impressum/Haftungshinweis |